Vielen Dank für Deine Unterstützung im Jahr 2024!
Wir möchten Dir mit diesem Bericht einen kleinen Einblick in das Jahr 2024 im Garden for Education and Healing (GEH) in Kamerun und im Förderverein GEH e.V. geben.Du möchtest den Bericht lieber als PDF lesen? Dann kannst Du ihn einfach hier herunterladen.
Anfang des Jahres kamen etwa 20 Pastorinnen und Pastoren in GEH zusammen, um sich für die bevorstehenden Kirchenwahlen vorzubereiten und sich eine gemeinsame Auszeit zu nehmen. Schon seit einigen Jahren nutzen sie hierfür das Kinderheim, das in Form von Spenden sowie einem regen Austausch und emotionaler Unterstützung untereinander davon profitiert. Auch im März waren zum Weltgebetstag über 50 Frauen aus verschiedenen Gemeinden in GEH und es wurde gemeinsam gebetet und diskutiert, wie mit der durch den Krieg steigenden Anzahl hilfsbedürftiger Kinder in den Gemeinden umgegangen werden kann.
Im Februar wird in Kamerun traditionell der Youth Day gefeiert, an dem Kinder und Jugendliche durch die Straßen marschieren und auf ihre Rechte aufmerksam machen. Seit Beginn des Krieges wird dieser Tag von den Separatisten als Anlass für Lockdowns und Anschläge genutzt. Letztes Jahr gab es während eines Umzugs von Jugendlichen in der Nähe von Bamenda eine Explosion, bei der viele Kinder und Jugendliche sowie ZuschauerInnen des Umzugs schwer verletzt wurden, vielen Menschen mussten Gliedmaßen amputiert werden.
Einer der Jungs aus dem Heim, der am Umzug teilnahm, war glücklicherweise kurz vor der Explosion von dort aufgebrochen, sodass ihm nichts passierte. Solche Gefahren und Bedrohungen werden zunehmend zum Alltag in Kamerun und belasten natürlich alle enorm.
Am 22. Februar brannte in Bamenda der Hauptmarkt nieder, etwa 300 kleine Stände und Shops im Markt brannten komplett aus. Bis heute ist unklar, ob ein Kurzschluss oder die Separatisten für das Feuer verantwortlich waren. Seither ist das Einkaufen in der Stadt noch gefährlicher und schwieriger geworden, immer wieder kommt es zu Explosionen, Schießereien und kleineren Bränden.
Ostern wurde durch die Gefahr des Krieges etwas reduzierter gefeiert als sonst, da an Karfreitag keiner das Gelände verlassen konnte. Daher waren die Kinder und Sr. Ann umso glücklicher, dass sie am Ostersonntag zumindest Nachbarn im Viertel rund um das Kinderheim besuchen, an Gräber gehen und gemeinsam Lieder singen konnten.
Im Frühjahr 2023 konnten wir vorübergehend die Wasserknappheit im Heim bekämpfen, indem wir eine neue, leistungsfähigere Wasserpumpe und einen Spannungsstabilisator kaufen konnten, um tiefere Wasservorräte zu erreichen (wir haben im letzten Jahresbericht darüber geschrieben).
Außerdem wurden drei Wasserhähne außerhalb des Zauns installiert und eine Zuleitung gelegt, sodass die Nachbarn sich nicht mehr am Brunnen selbst auf dem Gelände bedienen müssen und dadurch eine bessere Kontrolle darüber möglich ist, wer sich auf dem Grundstück aufhält. Die Wasserknappheit konnte auf diese Weise so lange gut bekämpft werden, bis gegen Ende 2023 die ersten Stromrationierungen von Seiten der Regierung stattfanden.
Einige Nachbarviertel waren 6 Monate lang ohne Strom, GEH traf es dagegen noch vergleichsweise gut und es kam „nur“ immer wieder wochenlang zu Stromausfällen. 2024 intensivierte sich die Stromrationierung.
Problematisch dabei war, dass selbst wenn Strom vorhanden war, dieser mit so geringer Spannung ankam, dass teilweise nicht einmal Glühbirnen angingen und damit selbst das faktische Vorhandensein von Strom nicht zu einer praktischen Stromnutzung führte.
Trotzdem wurden und werden extrem hohe Stromrechnungen gestellt.
Diese erhöhen sich weiter, da das gesamte Viertel auf die Wasserversorgung in GEH angewiesen ist und dadurch häufig (sobald ausreichend Stromspannung vorhanden ist), Wasser gepumpt werden muss. Da leider nur selten ausreichend Stromspannung vorhanden war, kam es in der Folge im Frühjahr 2024 erneut zu einem Wasserproblem in GEH – frei nach dem Motto „no electricity, no water“.
Obwohl also eigentlich Wasser da wäre, konnte es aufgrund der fehlenden Stromversorgung nicht nach oben gepumpt und genutzt werden.
Wir besprachen daher mit Sister Ann im März und April, welche Lösungen es geben kann und schnell wurde klar, dass Solarpaneele zur Betreibung der Wasserpumpen ideal wären.
Das hatten wir ja bereits in 2022 und 2023 angedacht, viel mit Sister Ann diskutiert und die Recherche hierzu angestoßen. Wir waren uns hierbei bislang lediglich unsicher, inwieweit eine Umsetzung vor Ort technisch und fachlich möglich ist und ob eine zu große Aufmerksamkeit damit auf das Heim gelenkt wird, wenn sie die Einzigen vor Ort wären, die über diese Technik verfügen.
Da das Stromproblem in Bamenda und Umgebung jedoch viele Menschen akut betrifft, gibt es seit kurzem einige Firmen vor Ort, die sich auf Solaranlagen spezialisiert haben, sodass die Beschaffung der Paneele gar kein Problem mehr war. Hier hat sich im letzten Jahr - sozusagen aus der Not heraus - richtig viel getan und Sister Ann konnte innerhalb kurzer Zeit nicht nur eine Firma finden, sondern auch direkt ein Angebot und einen Zeitplan auf die Beine stellen.
Die Sorge, zu viel Aufmerksamkeit auf das Heim zu lenken, war damit auch nicht mehr gegeben, da Solarpaneele derzeit „aus dem Boden sprießen“, wo immer möglich. Auch dass lokale Firmen damit unterstützt werden können, hat uns begeistert. Zu unserer Freude und Überraschung konnte die beauftragte Firma dann tatsächlich schnell und effizient Solarzellen liefern und installieren.
Für 5.000€ konnten wir so schon im Mai einige Solarpaneele auf das Dach der Anamed Klinik bauen. Die Bauphase lief unkompliziert und zügig ab und nun kann jederzeit, unabhängig von der Stromrationierung der Regierung, ausreichend Wasser gepumpt und verteilt werden.
Für Sister Ann und die Kinder und auch das gesamte Viertel, das auf das Trinkwasser mit angewiesen ist, war das ein großes Fest und eine Erleichterung.
Im Juli 2024 gab es ein Anamed Seminar mit guter Beteiligung.
Je teurer alles in Kamerun wird, umso größer wird die Suche nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten und einer Gesundheitsprophylaxe.
Auch bezüglich der GEH-Clinic bekommen die Verantwortlichen im Heim gute Rückmeldung, die medizinische Hilfe wird im Umfeld dringend benötigt und die Einnahmen aus den Pflegeleistungen und Hilfeleistungen helfen ein klein wenig im Alltag.
Gesundheitlich gab es darüber hinaus Anfang 2024 einen Unfall, in den einer der älteren Jungs im Heim verwickelt wurde. Er verletzte sich schwer, als das Motorrad-Taxi, mit dem er unterwegs war, vor Schießereien flüchten musste, daraufhin die Kontrolle verlor und im Straßengraben landete. Ein scharfes Eisenstück bohrte sich in seine Hüfte und er musste operiert werden. Er lag einen Monat lang im Krankenhaus und brauchte Bluttransfusionen, die aufgrund einer selteneren Blutgruppe zugekauft werden mussten. Die Krankenhauskosten konnten wir übernehmen und der Junge ist wieder gesund zurück im Heim.
Sister Ann ist zwar körperlich wieder etwas fitter als in 2023, leidet emotional aber sehr unter der derzeitigen politischen Lage, der hohen finanziellen Belastung und der Ungewissheit und allgegenwärtigen Gefahr. Sie schläft kaum, kann oft nur wenig essen und macht sich durchweg Sorgen. Die vielen Beerdigungen, die unsichere Zukunftsaussichten und die ständige Bedrohung machen ihr sehr zu schaffen. Wir versuchen weiterhin, ihr Hoffnung zu geben, zuzuhören und auf die jeweils dringendsten Bedürfnisse im Rahmen unserer Möglichkeiten einzugehen.
Dank der guten Gesundheitsprophylaxe und der Einnahme der Heilpflanze Artemisia annua gab es in 2024 erneut keinen Fall von Malaria im Heim. Lediglich die Kinder im Internat hatten ab und zu mit Krankheitsfällen zu kämpfen, da dort häufig nur schmutziges Wasser verfügbar ist. Sie bekommen daher präventive Medikamente mit und Wasseraufbereitungstabletten, um nicht krank zu werden.
Leider fehlt derzeit allerdings der Platz, um weitere medizinische Kräuter anzupflanzen und daraus nützliche Tees und Salben herzustellen, da der Zugang zur Farm nach wie vor nicht möglich ist.
Dies bringt uns zu einem der Hauptprobleme in GEH, das sich auch in 2024 fortsetzte: Die alltägliche Versorgung mit Nahrung.
Mittlerweile sind die Kinder in GEH fast ausschließlich auf Spenden angewiesen, was die tägliche Essensituation betrifft. Die Preise haben sich durch den Krieg verdreifacht, ein Sack Reis kostet mittlerweile 75€ und bietet Nahrung für maximal drei Tage, sodass es meist nur eine Mahlzeit am Tag gibt.
Während früher ein Großteil des Essens auf der eigenen Farm angebaut und nur ab und zu etwas Reis oder andere Dinge zugekauft werden mussten, ist dies aufgrund der politischen Lage kaum mehr möglich. Die Farm liegt in Bambui, einer sogenannten „roten Zone“. In dieses Gebiet haben sich die Separatisten zurückgezogen und es kommt häufig zu Schießereien zwischen ihnen und dem Militär, in die auch Zivilpersonen verwickelt werden.
Anfang des Jahres versuchte Sister Ann mit ein paar der älteren Kinder dorthin zu gelangen, um für ein paar Wochen Essen holen zu können. Bereits nach wenigen Kilometern wurde ihr Auto zum Stoppen gebracht, sie wurden von Separatisten mit Waffen bedroht und zum Anhalten gezwungen. Nach einer halben Stunde, in der die Separatisten wild in die Luft feuerten und weitere Menschen zum Anhalten zwangen, wodurch sie sich wenige Meter vom Auto der Kinder entfernen mussten, konnte Sister Ann Vollgas geben und sie entkamen – unverrichteter Dinge, aber gesund und am Leben.
Ein weiteres Mal im Juli 2024 versuchten sie, die Farm zu erreichen, was dieses Mal auch gelang. Die Kinder ernteten und Sister Ann sollte sie abends dort abholen. Jedoch kam es an diesem Tag zu Schießereien in der Gegend, viele Menschen kamen zu Tode und die Separatisten entdeckten die Kinder im Farmhaus. Mehrere Tage wurden sie dort als Geiseln gehalten. Sister Ann (die die Entführer eigentlich wollten) konnte mit den Separatisten verhandeln und das Lösegeld von 3.000€ auf 800€ „herunterhandeln“, sodass alle Kinder erschöpft und traumatisiert, aber gesund und sicher ins Heim zurück kehren konnten.
Auch in 2024 gab es große Schwierigkeiten mit dem Schulbesuch. Immer wieder kam es zu Drohungen gegen Lehrer, Schulen wurden von Separatisten überfallen,Kinder als Geiseln genommen und Unterricht konnte nur unregelmäßig stattfinden.
Die Klassenzimmer sind überfüllt und schlecht ausgestattet. Dennoch bestanden alle Kinder zum Ende des Schuljahrs und konnten mit einer 100%igen Erfolgsquote in die Sommerferien gehen. Besonders herausfordernd ist dies für die älteren Kinder, die das GCE schreiben, vergleichbar mit unserem Abitur.
Das GCE ist eine nationale Prüfung, bei der die englischsprachigen Regionen natürlich durch die politische Situation stark benachteiligt sind, was den Stoff angeht, der bis dahin gelernt werden muss.
Einen großen Anteil am Erfolg daran hatten die vier HeimlehrerInnen, die wir als Verein engagieren konnten. Sie wiederholen mit den Kindern den Stoff zu Hause, helfen ihnen sich zu konzentrieren und Hausaufgaben zu machen, geben Unterricht, wenn dieser ausfällt, und geben individuelle Nachhilfe, wo nötig.
Sister Ann würde sich noch mehr LehrerInnen wünschen, die angepasst auf die Altersstufen und Fächer lehren könnten.
Am 5. September 2024 begann das neue Schuljahr direkt mit einem dreiwöchigen Lockdown, sodass die Kinder erst Ende September in die Schule gehen konnten. Mit dem ersten Schultag wurden jedoch direkt weitere Lockdowns angekündigt und der Schulbesuch an Montagen generell verboten.
Eine Zeitlang wurde von engagierten LehrerInnen versucht, die fehlenden Montage an Samstagen nachzuholen, gegen Ende des Jahres wurden die Samstage dann aber auch verboten und mit Waffengewalt auch kontrolliert. Wer in Schuluniform auf der Straße gesehen wurde, lief Gefahr, erschossen zu werden.
12 Kinder konnten ins Internat geschickt werden. Das ist immer deutlich teurer als die „normalen“ Schulgebühren und wird daher nur bei den Kindern gemacht, die sich besonders auf Abschlussprüfungen wie das GCE konzentrieren müssen, da sie im Internat deutlich weniger Ablenkung erfahren. Auch sind sie dort meist sicherer untergebracht.
Immer wieder gab es außerdem Schwierigkeiten mit Verwandten der Kinder im Heim. Leider geschieht es häufig, dass Verwandte der Kinder diese nicht bei sich aufnehmen möchte, solange die Kinder klein und bedürftig sind. Sobald sie aber ein gewisses Alter erreicht haben, in dem sie im Haushalt helfen und „von Nutzen“ sein können, fordern diese Verwandten die Kinder zurück. Obwohl die Kinder das Heim meist nicht verlassen möchten, haben die Verantwortlichen in GEH keine andere Wahl, als sie zunächst den nächsten Verwandten mitzugeben, da diese rechtlich am längeren Hebel sitzen. Sind die Kinder einmal aus GEH herausgenommen, wird ihnen eine weitere Schulbildung verwehrt und ihr jahrelanges Zuhause fehlt ihnen natürlich. Viele laufen daher bei ihren Verwandten weg und kommen zurück ins Heim, was zur Folge hat, dass natürlich erneut mit den Verwandten ins Gespräch getreten werden muss, damit die Kinder in GEH bleiben können.
Anfang des Jahres kamen bereits drei Kinder, die lange Zeit bei ihren Verwandten waren, zurück ins Heim. Ein paar weitere kamen nach drei Wochen schon wieder zurück, da GEH einfach ihr Zuhause ist und es eine Zukunft bietet, die über das reine „Überleben“ hinaus gehen kann.
Politisch ist der Konflikt in Kamerun leider auch nach 9 Jahren einer der meistvergessenen Konflikte der Welt. Weiterhin verschärft durch Flüchtlinge aus Nigeria, der Zentralafrikanischen Republik und dem Tschad sowie der mehr als einer halben Million Binnenflüchtlinge, die aufgrund der Bedrohung durch Boko Haram aus dem Norden Kameruns fliehen. Dadurch finden sich auch im Kinderheim zunehmend Binnenflüchtlinge (IDPs, internally displaced people) ein. Dies sind vor allem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die zweitweise im Heim unterkommen sowie junge Mütter, die sich gegenseitig unterstützen und mit Mikrokrediten beim Aufbau eines kleinen Unternehmens gegenseitig helfen. Begleitet werden sie dabei durch Sister Ann.
Insgesamt werden etwa 150 Kinder durch GEH versorgt, davon leben 53 permanent in GEH, die anderen sind in Pflegefamilien oder im Internat untergebracht. Dazu kommen 65 Binnenflüchtlingskinder, die im Viertel untergebracht sind und sonntags zu Beratungsgesprächen ins
Heim kommen. Ihre Zahl nimmt immer mehr zu, da zunehmend Menschen durch den Konflikt umkommen und es dadurch immer mehr hilfsbedürftige Kinder gibt.
In der Region finden weiterhin willkürliche Verhaftungen statt, Brandstiftungen von Militär und Separatisten, Vergewaltigungen und Morde sowie Entführungen von Journalisten und Schulkindern. Wer öffentlich den Präsidenten oder das System kritisiert, wird verhaftet.
In ganz Bamenda und Umgebung ist seit Monaten eine Ausgangssperre von 18 Uhr bis 6 Uhr morgens verhängt, es herrscht Anarchie und die Preise steigen weiterhin unaufhaltsam an.
Im Oktober kam das Gerücht auf, dass der über 91 Jahre alte Präsident Paul Biya tot sei. Panik und Angst vor weiteren Aufständen und Eskalationen kamen auf, es war eine sehr unruhige Zeit. Nach einigen Wochen stellte sich jedoch heraus, dass Biya noch lebt, jedoch ungewöhnlich lange nicht in Kamerun weilte (sondern in Genf) und Gerüchten zufolge im Krankenhaus war und daher nicht öffentlich auftreten konnte. Bei einem öffentlichen Auftritt in Washington schien er dann gesundheitlich stark angeschlagen und verwirrt.
Die zusätzlichen Unruhen in dieser Zeit geben einen kleinen Ausblick, wie der Konflikt rund um die dieses Jahr anstehenden „Wahlen“ oder auch im Falle von Biyas Tod eskalieren könnte.
Auch an Weihnachten kam es wieder zu Explosionen in der Stadt, zu Schießereien und Entführungen. Dennoch konnte im Heim selbst gemeinsam Weihnachten gefeiert werden.
Da wie erwähnt die Lebenshaltungskosten extrem gestiegen sind, einige Frauen im Haushalt helfen und dafür entlohnt werden, die HeimlehrerInnen sowie ein Fahrer für den Schulweg der Kinder bezahlt werden müssen, haben wir monatliche Lohnkosten von etwa 1250€. Dazu kommen die Kosten für Essen und Schulgebühren, die laufend bestritten werden müssen.
In der Mitgliederversammlung 2023 hatten wir einstimmig beschlossen, zunächst die laufenden Kosten wie Schulgebühren, Lohnkosten, Essen und medizinische Kosten zu tragen und größere Projekte noch hinten anzustellen, solange die Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden konnten.
Das konnten wir in 2024 zunächst dadurch umsetzen, dass wir neben den laufenden Kosten immer wieder auch offene Schulden beglichen haben, um Sister Ann auch mental zu entlasten.
Zusätzlich sind wir glücklich, dass das Wasser-Solar-Projekt so unkompliziert umgesetzt werden konnte und das Wasserproblem nun endlich besser im Griff ist.
Als weiteres Projekt überlegen wir in 2025, die Solarversorgung für das gesamte Haus auszubauen. Da das mit der Solarversorgung für die Wasserpumpe so großartig geklappt hat, könnten wir mit einer Erweiterung der Solarpaneele teure Stromrechnungen vermeiden und so langfristig Kosten reduzieren. Da das Projekt nachhaltig und umweltbewusst eine dauerhafte Stromversorgung und eine Unabhängigkeit von den Rationierungen der Regierung ermöglichen könnte, hoffen wir auf gute Umsetzungsmöglichkeiten.
Auch ist nach wie vor die Transportmittel-Situation problematisch. Das Auto, mit dem die Kinder zur Schule gebracht werden, muss täglich angeschoben werden und oft bleiben die Kinder auf dem Weg zur Schule damit liegen und müssen dann doch zu Fuß gehen. Die Regenzeit, die nun bevorsteht, verschlimmert die Situation erfahrungsgemäß.
Im Jahr 2024 konnten wir 55.000 € nach Kamerun schicken!
Das ist die größte Summe, die wir bisher innerhalb eines Kalenderjahres überweisen konnten.
Ohne deine Spende wäre das nicht möglich gewesen!
Von Herzen
Danke für Deine Unterstützung!
Ein erheblicher Teil der Spenden kommt wie jedes Jahr auch aus der Schweiz. Unsere Mitglieder, Freundinnen und Freunde haben dort über Lifevest ein Netzwerk aufgebaut, das immer wieder für eine erfreuliche Spendensumme sorgt. Danke für diese großartige Zusammenarbeit! 😊
Diese Verbindung in die Schweiz konnten wir dieses Jahr besonders festigen und feiern. Lifevest (insbesondere Samuel Stillhard, der als Beisitzer im Förderverein GEH aktiv ist - hier links im Bild) hatte im August zum Sommerfest eingeladen und Julia, Rebekka und Luis und Leni (Julias Kinder) fuhren mit dem Wohnmobil für eine Nacht in die Schweiz.
Wir hatten eine tolle Gemeinschaft, konnten die anderen Projekte der Lifevest-Stiftung kennenlernen, persönliche neue Verbindungen knüpfen und alte Bekanntschaften wieder aufleben lassen und GEH und den Förderverein etwas vorstellen 😊 Danke insbesondere an Familie Stillhard, die das möglich machte.
Die Mitgliederversammlung 2024 fiel leider krankheitsbedingt aus. Wir haben beschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen und die Versammlung von 2024 und 2025 zusammen zu legen, sodass wir nicht wie bislang Ende des Jahres den Finanzbericht des Vorjahres und dazu den Jahresbericht des derzeitigen Jahres in der Mitgliederversammlung besprechen, sondern Finanz- und Jahresbericht immer für das jeweilig vorangegangene Kalenderjahr zusammenbringen können. Daher werden wir in 2025 eher im Frühsommer/Sommer die Mitgliederversammlung abhalten und dann sowohl Finanzbericht als auch Jahresbericht zum Vorjahr besprechen.
Wir sind gespannt, was das Jahr 2025 bringt und hoffen, dass die politischen Verhältnisse sich etwas stabilisieren, die Schulgebühren und die Alltagskosten weiterhin finanzierbar sind und wir möglicherweise weitere kleinere oder größere Projekte angehen können.
Durch Deine Hilfe ist es uns möglich, für die Kinder im kamerunischen Kinderheim da zu sein, ihnen Sicherheit zu vermitteln und eine Zukunftsaussicht in dieser schweren Zeit zu schenken. Nur durch Deine Unterstützung und durch das Mittragen, emotional, finanziell und gedanklich, können wir als Verein verlässlicher Ansprechpartner für Sister Ann und die Kinder in GEH sein.

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