Die Transportsituation im Heim hat sich in den letzten Jahren zunehmend verschlechtert. Nachdem vor einigen Jahren von Separatisten beide verbleibenden, funktionstüchtigen Autos gestohlen wurden, waren die Kinder und Sister Ann auf "Buschtaxen" angewiesen, um zur Schule zu kommen und Einkäufe zu erledigen.
Das Kinderheim liegt am Ende einer nicht geteerten, langen Straße, die mehr Schlaglöcher hat als man zählen kann und viele Taxen meiden den Weg dorthin, da sie während der Regenzeit Gefahr laufen, stecken zu bleiben und das Auto zu jeder Jahreszeit einer höheren Belastung aussetzen. Daher werden die Kinder oft erst ab dem Beginn der befestigten Straße eingesammelt und dort auch wieder abgesetzt, was den Schulweg um mind. 1 Stunde verlängert.
Hier zuverlässige Fahrer zu finden, die morgens zur Verfügung stehen, ist schwer.
Außerdem fallen für die Transporte zu den unterschiedlichen Schulen mehrere 100€ pro Monat an.
Auch Einkäufe - schwere Reissäcke und andere Lebensmittel - können nur mit einem Auto ins Heim transportiert werden.
Daher wünscht sich Sister Ann schon lange einen Kleinbus, um alle Kinder zur Schule transportieren zu können.
Dieser jedoch ist in Kamerun extrem teuer (auch wenn er bereits sehr alt und gebraucht und aus Nigeria importiert wird, müssen mit über 30.000€ gerechnet werden). Diese Summen sind für uns nicht realistisch und wir haben lange mit Sister Ann gesprochen, welche Optionen es sonst geben kann, die Situation zu verbessern.
Und wir fanden eine Lösung, die erst einmal die dringlichste Problematik der nicht vorhandenen Mobilität und Flexibilität lösen kann.
Im Kinderheim war ein Pickup vorhanden, der jedoch einen Motorschaden aufwies.
In Rücksprache mit Mechanikern konnte ein Ersatzmotor für das Auto gefunden und eingebaut werden.
Für 5.000€ konnten wir hier - auch dank zweckgebundener Spenden für dieses Projekt - in kürzester Zeit das Autoprojekt realisieren.
Dass das Projekt kurz vor Weihnachten 2025 umgesetzt werden konnte, bedeutet für die Kinder und Sister Ann eine große Freude!
1. Vorsitzende des Fördervereins GEH e.V.
Rebekka Diebold
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